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16.03.2026

Erste DTB JBBL-Saison endet vor voller Sömmering-Halle

Für unsere JBBL ist in einem toughen zweiten Playoff-Spiel gegen die Junior Baskets aus Oldenburg die Saison zu Ende gegangen. Doch kein Grund den Kopf hängen zu lassen, wir blicken zurück auf eine fantastische erste Saison in Deutschlands höchster U16-Spielklasse.

Wow. Wir wissen nicht, ob wir schon einmal so viele Tiger in einer Halle waren. Wir haben nicht genau gezählt, ob es 500 waren, aber das ist ja auch egal.
Wer vor Ort war und die Jungs nach dem Spiel gesehen hat, der hat gemerkt - dieses Saisonende ist an keinem der Beteiligten spurlos vorbeigegangen.

Wie auch? Wenn man eine Saison für etwas arbeitet, was mit einem Spiel, ein paar verfehlten Würfen, einem entscheidenden Run der Gegner zu Ende gehen kann. Oldenburg war in diesem Jahr besser und ist ein klarer Anwärter auf das diesjährige JBBL-Top-4.

Trotzdem lohnt es sich, auch hier noch einmal zurückzugucken, weniger auf ein Spiel und mehr auf eine erste Saison, die es in sich hatte.

Für unser JBBL-Qualiteam begann die Saison bereits vor ziemlich genau einem Jahr. Im März starteten die Tryouts und das Training für das Team, das später einmal eine JBBL sein sollte. Zwei Vereine, die bisher nichts miteinander zu tun gehabt hatten, unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Spielweisen, keine einfache Aufgabe.
Doch es wuchs zusammen, was irgendwie zusammengehörte. Mit einem 2010er-Jahrgang, der bei beiden Vereinen immer ganz knapp unter der Berliner Spitze performt hat, und einem 2011er-Jahrgang, der sich berlin- und deutschlandweit bewiesen hatte und der nun auf keinen Fall auf die JBBL-Teilnahme verzichten wollte.

Fast forward: Erste Qualirunde. Souveräner Auftritt an Tag 1, ein Weckruf gegen Team Halle an Tag 2, ein Sieg gegen Quedlinburg katapultiert das unerfahrene Team in die zweite, alles entscheidende Quali-Runde.
Man gewinnt am ersten Tag zwei Mal knapp im Kessel von Crailsheim, gegen Tübingen sichert Sancho die Partie, ohne die man nicht in die Liga gekommen wäre. Am zweiten Tag zwei Niederlagen, doch da man nur dritter von vier Teams werden muss und einen Sieg aus dem ersten Tag mitnimmt, ist schon am Mittag klar, dass man nächstes Jahr „Bundesliga“ spielen würde. Wasserschlacht in der Kabine.
Schnitt.
Braunschweig-Heimspiel. Hinter einem liegt eine durchwachsene Hinrunde, man hat sich immer weiter verbessert, doch ein paar knappe Niederlagen sammeln müssen. Lehrgeld vielleicht. Chemnitz ist durch Pech in die Relegation gerutscht und scheint hier unbesiegbar. Wenn du in die Playoffs möchtest, musst du an Braunschweig vorbei. Nichts fällt bei beiden Teams, zwei Punkte Rückstand, nachdem man schon vorne lag? Alte Muster, die hochkommen? Noch 10 Sekunden zu spielen. Fehlwurf aus der Ecke, Rebound, Kick-out zu Marley, der frei an der Dreierlinie steht? Jüngerer Jahrgang, die Saison auf der Hand. Die Sirene ertönt. Er trifft.

Schnitt

Rückspiel in Braunschweig. Ein Sieg und man ist in den Playoffs, 15 Punkte ist man unten im dritten, ein Lauf, der von unglaublichem Ehrgeiz und Resilienz der Jungs zeugt, katapultiert das junge Team kurz vor Ende der Partie nach vorne, Lino scheint im letzten Viertel nicht verwerfen zu können, Freude und Erleichterung im Braunschweiger Trainingszentrum und die Erkenntnis, die reift: Bereits im ersten Jahr der Existenz dieses Teams steht man in den Playoffs, ein Erfolg, der Teams, die über Jahre in dieser Liga spielen, teilweise nie gelingt.
Es verändert das Bild vom Spiel am Freitag. Klar ist man enttäuscht, aber was dieses Team geschafft hat, ist schwer zu glauben.

Und deswegen freut es uns so, dass die Halle am Freitag voll war: Denn ihr habt diesem besonderen Team ermöglicht, vor einer Halle zu spielen, die sie ihr Leben lang wahrscheinlich nicht vergessen werden!Vielen Dank euch, dass ihr alle da wart und dieses besondere Team ein letztes Mal mit uns gefeiert habt.
Und nächstes Jahr ... da warten hoffentlich noch viele solcher Spiele auf uns!